Mittwoch, 08 Juli 2015 16:32

Die klebrigen Hände des hess. Finanzministers

Seit einiger Zeit greift erst die schwarz-gelbe und nun die schwarz-grüne Landesregierung ziemlich dreist in die Kassen der Städte. Hierzu eine Stellungnahme von TSG:

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Landesregierung aufgefordert, grundsätzliche Korrekturen am Kommunalen Finanzausgleich vorzunehmen. „Der neue Kommunale Finanzausgleich ist bereits Mitte Juni in einer großen öffentlichen Anhörung mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Wir erwarten von Finanzminister Schäfer, dass er die fundamentale Kritik der Kommunen und Finanzfachleute ernst nimmt und Kurskorrekturen vornimmt", sagte der SPD-Politiker im Anschluss an die heutige Fraktionssitzung.

„Die Kommunen müssen auch zukünftig adäquat an Steuermehreinnahmen des Landes beteiligt werden, Entlastungen des Bundes müssen vollständig weitergegeben werden. Finanzminister Schäfer muss seine Politik der klebrigen Finger endlich beenden", so Schäfer-Gümbel. Mit der jetzt vorgesehenen Regelung würden die Kommunen künftig von einer positiven Steuerentwicklung des Landes abgekoppelt.

Die bessere Finanzlage der Kommunen verfälsche das Bild der realen Situation. Die Haushalte sähen zwar auf den ersten Blick besser aus. Auf den zweiten sei aber klar sichtbar, dass dies nur durch einen Verzicht auf Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Wohnen hätte erreicht werden können. Deshalb brauche es zudem eine Verbesserung der Investitionsmöglichkeiten und eine faire Bedarfsberechnung, wie vom Staatsgerichtshof eingefordert. „Dazu müssen die Leistungen, die von den Kommunen zu erbringen sind, angemessen und vor allem korrekt in die Berechnung einbezogen werden. Sie sind mit ihren eigenen Einnahmen und den geplanten Zuweisungen nämlich nicht in der Lage, ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen", sagte Schäfer-Gümbel.

Desweiteren kritisierte der Sozialdemokrat noch den so genannten Übergangsfonds, der weder finanziell durch das Land abgesichert noch in seiner Laufzeit bestimmt sei. „Der Übergangsfond wird außerhalb des KFA errichtet, aber mit kommunalem Geld finanziert. Er steht damit ebenso exemplarisch für die Grundhaltung der Landesregierung, die sich in dem KFA-Gesetzentwurf manifestiert, wie alle weiteren schwarz-grünen kommunalen Missetaten", sagte der SPD-Politiker.

Für zwingend notwendig halte die SPD-Fraktion die direkte Weitergabe der Gelder für die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. „Die Eins-Zu-Eins-Weitergabe dieser Mittel ist für uns nicht verhandelbar. Es kann nicht sein, dass das Land mit klebrigen Fingern einen Teil der Beträge einfach einbehält", so Schäfer-Gümbel.

Sozial, demokratisch, gesellschaftsorientiert, familienfreundlich und bürgernah: SPD-Wolfhagen

Sozialdemokratische Politik in Wolfhagen

steht seit jeher für gerechte und erfolgreiche Politik für die Bürger/-innen. Wir setzen uns ein für Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit, Integration, wirtschaftliche Entwicklung, ökologische Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir fördern die Attraktivität unserer Kommune und ihre Verankerung in einer starken Region. Wir treten ein für ein lebenswertes Wolfhagen!
Egal ob junge Familien oder alleinstehende Seniorinnen – in Wolfhagen soll sich jeder wohl und willkommen fühlen. Daher möchten wir den sozialen Trägern gute Rahmenbedingungen bieten, damit sie Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen unterstützen können. Um als Kommune zukunftsorientiert zu bleiben, treten wir für bezahlbaren Wohnraum ein. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei Familien, Menschen mit geringem Einkommen oder Bedarf nach barrierefreiem Wohnraum. Des Weiteren muss die Stadt Wolfhagen für das Behindertengleichstellungsgesetz einen Plan zur Umsetzung aufstellen. Vieles ist bereits für die geschafft und wir werden alle weiteren Maßnahmen zur Verbesserung unterstützen.

Um sich in einer Kommune wohl zu fühlen, ist das gesellschaftliche Zusammenleben von großer Bedeutung.

Viele Faktoren spielen hier eine Rolle, so zum Beispiel die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Wenn das Vereinsleben breit gefächert ist und vielen Bürger/-innen die Chance zur Beteiligung bietet, wird der Ort belebt und gestärkt. Wir unterstützen daher alle ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, Hilfsorganisationen, Kirchen und anderen Organisationen. Wir haben die Mitarbeiter/-innen der „Tafel“ genauso im Blick wie Sportler/-innen, Musiker/-innen, die Feuerwehren oder mildtätig arbeitende Menschen. Wir fordern die Verbesserung der Infrastruktur der Sportstätten, die weiterhin kostenlose Nutzung der Gemeinschaftseinrichtungen sowie den Erhalt aller Dorfgemeinschaftshäuser. Ein weiterer Wohlfühlfaktor sind Kinderbetreuung und -bildungsmöglichkeiten. Können Kinder im eigenen Ort in die Tagesstätte oder zur Schule gehen, unterstützt dies nicht nur die Eltern, sondern trägt auch zur Stärkung des Ortes bei. Daher müssen die Grundschulen in Ippinghausen und Wenigenhasungen erhalten bleiben. Wir sind außerdem seit Langem in die Gespräche zur Weiterentwicklung der Wolfhager Grundschule eingebunden – der Umzug in die renovierte ehemalige Berufsschule an der Liemecke ist ein tolles Ergebnis. Für Lebensqualität in Wolfhagen sorgen aber auch unsere Feste und Veranstaltungen, der Viehmarkt, das Kneipenfestival, Märkte und die Waldbühne Niederelsungen. Wir stehen zum Kulturzelt und den Events des Kulturladens. Weiterhin unterstützen wir die Gastronomie- und Hotelbetriebe in der Stadt aktiv. So fordern wir beispielsweise den Beitritt zur Touristischen Arbeitsgemeinschaft Habichtswald.

Dieses gesellschaftliche Leben ist jedoch ohne Infrastruktur nicht möglich.

Gerade in unserer ländlich geprägten Region kommt es auf gute und nachhaltige Politik an, die Möglichkeiten zur Entwicklung bietet. Wir brauchen Baugebiete in allen Teilen der Kommune, damit Gewerbetreibende und Familien die Möglichkeit haben, ihr Vorhaben bei uns realisieren zu können. Das Geld aus dem Dorfentwicklungsprogramm muss in den Dörfern ankommen, damit die Menschen von Bauplätzen, Sanierungsmaßnahmen und Naturschutz profitieren. In heutiger Zeit ist schnelles Internet sowohl für private Haushalte als auch für Gewerbetreibende das A und O. Wir haben den Breitbandausbau in den Stadtteilen maßgeblich mit auf den Weg gebracht. Auch wenn es im Moment noch hakt heißt unser Ziel: leistungsfähige Breitbandversorgung in jedem Haus! Bei der Verkehrssituation sind ebenfalls einige Situationen zu verbessern. In der Innenstadt ist die positive Entwicklung der gastronomischen Betriebe durch ein verbessertes Verkehrskonzept zu unterstützen. Freiraum statt parkender Autos, Sitzplätze statt Suchverkehr. Dies wollen wir umsetzen, damit die Innenstadt blüht. Dringender Handlungsbedarf besteht bei der Verkehrssituation in der Ippinghäuser Straße an der Grundschule. Die Situation der ein- und aussteigenden Schülerinnen und Schüler muss schnell verbessert werden. Und zuletzt ist die Gesundheitsinfrastruktur zu nennen: Die Kreisklinik Wolfhagen – das Thema der vergangenen Monate. Wir sind aktiv an Entwicklung und Betrieb unserer Kreisklinik beteiligt. Burkhard Finke und Heiko Weiershäuser (Förderverein) gehören zur Betriebskommission Kreisklinken. Wir stehen für eine dauerhafte und wohnortnahe stationäre Versorgung der Menschen im Wolfhager Land. Dafür haben wir zusammen mit Landrat Uwe Schmidt gekämpft und die Wiedereröffnung erreicht. Entwicklungen, die den Erhalt des Krankenhauses gefährden, treten wir entschieden entgegen.

Absolute Erfolgsthemen sind unsere Energie- und Klimapolitik.

Trotz vieler Widerstände haben wir unseren Weg zu einer Stadt mit 100-prozentiger Versorgung aus erneuerbaren Energien durchgesetzt. Windkraft, Solarenergie und energiesparende Straßenbeleuchtung sind super für die Umwelt und bringen viel Geld in die Stadtkasse. Die Bürger/-innen sind über die Bürgerenergiegenossenschaft an diesen Erfolgen beteiligt. Viele andere Kommunen übernehmen nun den Wolfhager Weg. Wir sind Vorreiterin und werden mit unseren Stadtwerken diese Entwicklung fortführen. Dazu wollen wir den Klimaschutzmanager unserer Stadt dauerhaft weiterbeschäftigen und den motorisierten Individualverkehr reduzieren, indem endlich die Radwege spürbar verbessert werden.

Unsere Finanzpolitik

zeichnet sich dadurch aus, dass eine aktive und gerechte Einnahmepolitik mit einer gezielten und maßvollen Ausgabenpolitik einhergeht, damit unsere Stadt mit ihren Stadtteilen auch künftig ein lebenswerter Wohnort für Menschen jeden Alters und für alle gesellschaftlichen Gruppen bleibt.